Virtuelle Darmspiegelung
Die virtuelle Darmspiegelung, auch CT-Kolonographie oder MR-Kolonographie genannt, ist ein neueres Untersuchungsverfahren,
um das Innere des Dickdarmes zu betrachten und auf Veränderungen zu untersuchen.
Sie kommt bei folgenden Fragestellungen zum Einsatz
Während bei der klassischen Darmspiegelung das Endoskop in den Darm eingeführt wird, findet die virtuelle Darmspiegelung nicht im Körper des Patienten statt, sondern wird am Computermonitor "simuliert". Dazu sind computergestützte Untersuchungsmethoden wie die Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) nötig, deren Schnittbilder mittels eines Computerprogramms in eine dreidimensionale Ansicht des Darmes umgewandelt werden. Der befundende Arzt kann nach dieser Bildverarbeitung eine virtuelle Fahrt durch den Darm mit all seinen Windungen und Biegungen vornehmen. Darüber hinaus kann er auch alle anderen Organe und Strukturen außerhalb des Darmes mitbeurteilen.
Für die Darmkrebsvorsorge gilt derzeit die CT-Kolonographie als das geeignetere der beiden virtuellen Verfahren, da hier im Vergleich zur MR-Kolonographie eine bessere Bildauflösung erreicht wird.
Die Vorbereitungen zur Untersuchung sind leider identisch zu einer klassischen Darmspiegelung (siehe Darmspiegelung). Unmittelbar vor der eigentlichen CT-Untersuchung wird ein dünner Schlauch durch den After eingeführt, durch den Luft oder Kohlendioxidgas geleitet wird. Dieses leichte Aufblähen des Dickdarms dient zur Darmentfaltung, damit während der Untersuchung das gesamte Darminnere gut abgebildet werden kann. Vor einer MR- Untersuchung erfolgt anstelle des Lufteinlassens ein Einlauf mit Wasser. Die Untersuchung findet in einem Computertomographen oder einem hochauflösenden Magnetresonanztomographen statt. Welches der beiden Verfahren angewandt wird, hängt davon ab, inwieweit auch noch umliegendes Gewebe mit betrachtet werden soll. Die CT-Untersuchung dauert circa 15 Minuten im Untersuchungsgerät. Die Untersuchungszeit im Magnetresonanztomographen beträgt circa 30 Minuten.
Die Kosten für die Untersuchung betragen rund 800,- Euro.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine virtuelle Darmspiegelung aktuell nicht.
Private Versicherungen sind häufig bereit, diesen Betrag auf Anfrage zu erstatten.

























